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B2Run Der Firmenlauf

Laufen und Psychotherapie

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie es eigentlich in einer Psychotherapie so abläuft? Und hätten Sie Psychotherapie irgendwie mit dem Thema Laufen in Verbindung gebracht? Wenn Sie möchten, dann lassen Sie uns doch einmal in ein solches Gespräch hineingehen.

Therapeut: Woran möchten Sie heute arbeiten?
Klient: Ich bin total gestresst.
Therapeut: Und diesen Stress spüren Sie jetzt auch hier. Da können Sie sich gar nicht auf ein festes Thema konzentrieren.
Klient: So sieht's aus. Im Moment läuft alles überhaupt nicht.
Therapeut: Im Moment läuft alles überhaupt nicht. Wie sollte es denn Ihrer Meinung nach laufen?
Klient: Ja, gut natürlich. Es sollte gut laufen.
Therapeut: Haben Sie das schon mal probiert, mit dem "gut laufen"?
Klient: Wie meinen Sie das?
Therapeut: Darf ich Sie einladen, dass wir uns gemeinsam etwas vorstellen? Eine Imaginationsübung: Wenn Sie möchten, dann stellen Sie sich doch einmal vor, Sie stünden auf Ihrer Lieblingslaufstrecke. Das Wetter ist frühlingshaft, die Sonne scheint und es weht ein leichter, angenehmer Wind. Sie sind ganz alleine und beginnen, zu laufen. Schon bei den ersten Schritten merken Sie, das wird heute ein richtig guter Lauf. Ihre Beine sind ganz leicht, wie von selbst läuft es sich. Ihre Arme schwingen locker und entspannt im Takt ihrer Schritte. Ihr Nacken und ihr Rücken sind ganz frei und weit. Langsam atmen Sie tiefer und gleichmäßiger. Sie atmen tief bis in den Bauch. Ganz tief und angenehm. Und wenn Sie ausatmen, seufzen Sie fast. Mit jedem Ausatmen scheint sich etwas von dem Stress in Ihnen zu lösen. Sie atmen ein ... und aus..., in einem angenehmen Rhythmus zu ihren Schritten. Sie fliegen leicht und locker über den Asphalt. Es fühlt sich an, als könnten Sie heute ewig laufen...
Wie wirkt das auf Sie?
Klient: Tatsächlich sehr angenehm. (atmet tief durch)
Therapeut: Und jetzt lassen Sie uns schauen, aus dieser entspannten und ruhigen Haltung heraus, zu arbeiten?

Laufen als Ventil

In unserer heutigen Zeit, in der alles immer schneller, effizienter, optimierter funktionieren soll, ist es nicht einfach, einen klaren Kopf zu bewahren. Faktoren wie psychischer Stress, ein Mangel an Bewegung, Übergewicht und Zigarettenkonsum nehmen zu. Burn-out, Depressionen und Ängste sind die Folge. Viele Menschen scheinen unter massivem Druck zu stehen. Laufen kann da ein unglaubliches Ventil sein und ein Ausgleich zum Stress des Alltags.

Laufen für die Gesundheit

Sport und regelmäßige Bewegung - besonders das Thema Laufen - sind damit wichtige Säulen multimodaler Therapien geworden. Selbst in den Leitlinien zur Behandlung von z.B. Panikstörungen oder Migräne wird Ausdauersport ausdrücklich als Teil der Behandlung empfohlen. Regelmäßige Bewegung hilft, neue Kräfte zu schöpfen, Stress abzubauen und - wie im obigen Beispiel zu erkennen - wieder ein Gefühl von Kontrolle aufzubauen, um die eigenen Gedanken zu ordnen.

Laufen hilft dabei, den eigenen Körper annehmen zu können, auch wenn er nicht dem Schönheitsideal der Werbeindustrie entspricht. Haben Sie schon einmal den Begriff "skinny fat" gehört? Ein gesunder Körper lässt sich nicht einfach am Gewicht festmachen, auch sehr schlanke Menschen können ungesund und unfit sein. Natürlich trägt Laufen zu einer gesunden Gewichtsregulation bei, aber viel mehr noch steigert es den Aufbau von Muskelmasse, die Ausdauer und damit die Herz-Kreislauf-Belastbarkeit, es ermöglicht körperliche Erfolgserlebnisse, steigert Selbstwert und den Glaube an sich selbst. Und nicht zuletzt ist es ein sicheres Mittel gegen Einsamkeit. Laufgruppen sprießen wie Krokusse aus dem Boden und auch hier gilt dank der ungeheuren Vielfalt heutiger Laufangebote, der Spruch " jeder Topf findet seinen Deckel".

Laufen Sie schon?

Vielleicht laufen Sie schon viele Jahre und haben den entspannenden und stressabbauenden Effekt vom Laufen schon selbst oft erlebt. Dann können Sie sich direkt hinein versetzen in die eben erzählte Imagination. Vielleicht laufen Sie erst seit kurzem, da ein paar Kollegen Sie überredet haben, an einem Firmenlauf teilzunehmen. Vielleicht hat Laufen aber bisher noch gar keine Rolle in Ihrem Leben gespielt, da Sie es sich nicht zutrauen oder schlicht keine Zeit dafür finden wollten. Laufen erlebten Sie bisher als pure Anstrengung, vielleicht sogar als Schrecken Ihrer Schulzeit.
Letzteres war übrigens auch bei mir der Fall. Ich war ein Schulsportverweigerer und habe Läufer nur von Weitem bewundert. Und mit einer gewissen Portion Skepsis. Laufen war für mich nur anstrengend, Spazieren war das Höchste der Gefühle.

Aber glauben Sie mir, wenn Sie spazieren gehen können, dann können Sie auch laufen. Sie müssen nur anfangen.

So langsam, dass Sie sich dabei noch unterhalten könnten. Selbst wenn das fast Spaziertempo wäre. Macht doch nichts! Sie werden sich steigern. Ihr Körper wird sich schnell daran gewöhnen und schon bald werden Sie das Laufen nicht mehr missen wollen. Bei mir hat das auch geklappt. Und fragen Sie mal meine ehemaligen Schulsportlehrer: Keiner hätte das gedacht.

Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben, dann ziehen Sie sich bequeme Sportschuhe an und gehen Sie einfach vor die Tür. Spazieren Sie los und werden Sie etwas schneller. Machen Sie Ihre ersten Schritte als Läufer. Ein paar Minuten reichen schon, dann spazieren Sie wieder. Beim nächsten Gang vor die Tür steigern Sie sich ein bisschen. Und schon bald werden auch Sie zum Läufer.

Bettina lebt und arbeitet im Ruhrgebiet. Sie postet auf seinem Instagram-Kanal @the_running_motivation über das Thema Laufen, ihr regelmäßiges Training und ihre Laufgruppe. Sie wird beim B2Run Gelsenkirchen 2019 auch vor Ort sein und mit einem eigenen Team an den Start gehen. Seien Sie mit dabei, auf Instagram verlost sie für ihr Team schon bald Startplätze.

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